Institut Kunst
Hochschule für Gestaltung und Kunst
Fachhochschule Nordwestschweiz

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15.03.2017

 

(English below)

 

Kunstpraxis der Zukunft. Der Master am Institut Kunst

Institut Kunst Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel  

 

• 15. März 2017: Bewerbungsfrist für das Master Studium 

 

 

Worin besteht die Zukunft des Kunstschaffens? Künstlern und Künstlerinnen soll die Möglichkeit geboten werden, ihre eigene künstlerische Praxis vorzustellen und gleichzeitig Zugang zu Debatten zu finden, die nicht bloss für unsere Gegenwart bestimmend sind, sondern auch unsere stets ungewisse Zukunft mitgestalten. Daher haben wir die Fragen nach Natur, Gender, Ethnizität und Glauben ins Zentrum unseres Master-Studiengangs gestellt, da sie unmittelbar mit der Arbeit im Atelier, dem Mentoring und der technischen Ausbildung in den Werkstätten zusammenhängen und ihnen nachgegangen werden soll. Warum Natur? Weil sie eine klare Reflexion über menschliche Handlungsträgerschaft, Erfahrung und Technik gestattet, Felder, auf welchen wir andere Wahrnehmungsformen erforschen können. Wir betrachten auch Gender als eine Idee, die uns dabei hilft, einige dieser Erwägungen auf den Bereich des Gesellschaftlichen zu übertragen; Gender wird hier als äusserst produktive Form des Verstehens von Verflechtungen, Aktionen und der Liebe begriffen. Auch die Frage der Ethnizität muss ins Spiel gebracht werden und im Laufe all dieser Überlegungen zu Wort kommen können. Denn die Frage nach ihr ist eine dringliche, die verantwortungsvoll beantwortet werden muss. Es gilt jedoch auch, eine neue Plastizität zu entwerfen, eine neue Erfahrung innerhalb einer heterogenen Gesellschaft, die sich als unfähig oder sogar als unwillig erwiesen hat, mit ihrer eigenen Realität umzugehen. Der Glaube stellt für uns ein wichtiges Thema dar, denn es handelt sich bei ihm um einen Bewusstseinszustand, ein Werkzeug, das dazu dient, der Hoffnung einen Platz einzuräumen. Doch der Begriff ist auch eine Vorstellung, die sich aus den zahlreichen Übungen innerhalb unserer Gesellschaften herausgebildet hat, um angesichts des Aufstiegs von Religionen gelassen bleiben zu können.

 

Wie soll man das verstehen? Im Mittelpunkt unseres Master-Studiengangs steht die Praxis. Das Institut Kunst verfügt an seinem neuen Standort am Dreispitz Campus, der vor etwas weniger als drei Jahren bezogen wurde, über neueste technische Einrichtungen und über ein Lehrpersonal, das die Möglichkeiten, die vielgestaltigen Formen der digitalen und materiellen Welten durch diverse Praktiken zu erkunden, vermittelt. Der Master-Studiengang selbst markiert einen Zeitabschnitt, in dem es gilt Mut zu beweisen und die eigenen Ideen mithilfe von technischen Expertinnen weiter zu entwickeln. Diese werden euch in den entsprechenden Experimentierräumen sowohl in den Umgang mit den digitalen Werkzeugen einführen als auch dabei zur Seite stehen, die technischen Fähigkeiten für eure Arbeit zu erwerben. Eine offene Haltung euren Mentoren gegenüber wird dazu beitragen, die eigenen Anschauungen zu gestalten und eine eigene Sprache zu entwickeln – und zwar in Gruppenpräsentationen, die von Lehrenden vor den Klassen ausgerichtet werden und die wir Plenum nennen.

 

Aber wo tauchen all die Fragen auf? Seit zwei Jahren führen wir eine Seminarreihe (entwickelt von Julieta Aranda, Chus Martínez und Filipa Ramos) über Kunst und Wissenschaft durch. Wir laden dazu zahlreiche Wissenschaftlerinnen ein, um mit uns die oben genannten Fragen zu behandeln. Zusätzliche Seminare beschäftigen sich mit den Themenstellungen aus der Sicht von vielen eingeladenen Gastkünstlern. Dabei werden nicht nur spezielle Materialien zur Verfügung gestellt und zugänglich gemacht, sondern wir schaffen vor allem einen besonderen Raum, wie etwa mit den zwei bis dreitägigen internationalen Symposien, die wir in jedem Semester ausrichten. Allen Fragestellungen wird darüber hinaus in Gruppenpräsentationen nachgegangen, die von Roman Kurzmeyer und Mathilde Rosier während des ersten Jahres und von Chus Martínez sowie verschiedenen anderen Gastkünstlerinnen im zweiten Jahr des Master-Studiengangs geleitet werden. Dazu kommen einige Übungen zu Bewusstsein und Reflexivität, die von der Schriftstellerin Birgit Kempker gehalten werden sowie Seminare zur Kunst im öffentlichen Raum, die Renée Levi leitet.

 

Auf die Entwicklung von Spezialprojekten legen wir grossen Wert. Gemeinsam mit verschiedenen Museen und Kunstinstitutionen haben wir eine sehr grosse Anzahl von Zusammenarbeiten etabliert, die den Studierenden reichlich Gelegenheit bieten, schon im Laufe des Master-Studiengangs ausserhalb des Institut Kunst auszustellen. Zielstrebig arbeiten wir auch am Aufbau eines Residency-Programms für alle diejenigen, die zum Beispiel aus Barcelona, Porto oder Kalkutta kommen, um hier bei uns zu graduieren.

 

Es gibt zahlreiche Gäste und Mentoren, die die Studierenden durch das Jahr begleiten: Zu ihnen zählen unter anderem Kenneth Goldsmith, Elise Lammer, Hannah Weinberger, Basim Magdy, Mareike Dittmer, Eduardo Navarro, Max Pitegoff und Calla Henkel, Trevor Paglen, Paul Feigelfeld, Jan Kiefer sowie viele Wissenschaftler wie David Gruber, Volker Sommer, Marta Moita, Alexander Tarakhovsky und Hans-Jörg Rheinberger.

 

Grundsätzlich wichtig ist es zu betonen, dass wir eine öffentliche Kunsthochschule sind, die nur zwanzig Studierende pro Jahr aufnimmt. Das ermöglicht uns nicht nur, jedem Studierenden ein Atelier zur Verfügung zu stellen, sondern ihnen auch kontinuierlich die Zeit und die Aufmerksamkeit zu widmen, die für ihre jeweilige persönliche künstlerische Entwicklung notwendig ist.

 

Master in Bildende Kunst, Vollzeitstudium 2 Jahre, 120 ECTS.
CHF 700 Studiengebühr für Schweizer- und EU-Bürger.
CHF 5000 Studiengebühr für Studierende ausserhalb des EU-Raumes. Reduktionen sind in einzelnen Fällen möglich.

 

Das Semester beginnt am 18. September 2017. 

 

→ Download Anmeldeformular Master Studium

 

→ Weiterführende Informationen zum Studienaufbau findest du hier

 

→ Weiterführende Informationen zum Studium am Institut Kunst findest du hier

 

 Schreib uns wenn du fragen hast info.kunst.hgk@fhnw.ch

 

 

 

Future art practice. The Master’s program at the Art Institute in Basel.

Art Institute Academy of Art and Design FHNW in Basel

 

• March 15, 2017: Application deadline for Master’s Degree 

 

 

What is the future of the art practice?
To endow artists with the possibility to develop their practice while establishing a relationship with the debates that shape not only our time, but also the uncertain futures ahead. At the core of our Master’s program, we situate nature, gender, race, and belief as the questions to reflect upon in a direct co-existence with studio practice, mentoring, as well as technical trainings and workshops. Nature allows for a distinct reflection on human agency, experience, and technology as realms to explore other forms of perception. Gender translates some of these considerations into the realm of the social; it is one of the most productive ways to understand interrelations, action, and love. Race needs to emerge and be present in all these deliberations; it demands responsibility but also a new plastic, a new experience inside a heterogeneous society that has proven unable and even unwilling to deal with its reality. Belief is important because it names a state of mind, a tool to situate hope, but also a notion that ranges in the many exercises proliferating in our societies to keep calm in the rise of religion.

 

How is this to be understood?
At the core of our Master’s is artistic practice. Since its relocation to the Dreispitz Campus three years ago, the Art Institute is equipped with new technical facilities and staff to assure the possibility of exploring many forms of the digital and material worlds in the practice. The Master’s is a time to be bold, to take your ideas further with the help of technical experts who will introduce you to both digital tools and technical skills in proper spaces for experimentation. At the same time, we want you to open yourself to all the mentors who are there to help you shape your own views and language, and to the class in group presentations we call plenums.

 

But where do all these questions appear?
For two years we have been developing a series of seminars about art and science (with Julieta Aranda, Chus Martínez, and Filipa Ramos) where we invite scientists and artists to deal with the questions mentioned above. We also organize a two-to-three-day international symposium every semester, and these issues reappear in our plenums conducted by Roman Kurzmeyer, Mathilde Rosier, and Chus Martínez with guest artists in the second year. Also: writer Birgit Kempker conducts exercises on consciousness and reflexivity and artist Renée Levi teaches seminars on art in the public space.

 

We place big value on developing special projects. Established collaborations with different museums and art institutions give students many possibilities to exhibit outside the Institute during the Master’s. And we are working hard to create a network of residency possibilities for graduates in cities from Barcelona to Porto to Calcutta.

 

We have a large number of guests and mentors who regularly give students support throughout the year: Kenneth Goldsmith, Elise Lammer, Hannah Weinberger, Basim Magdy, Mareike Dittmer, Eduardo Navarro, Calla Henkel and Max Pitegoff, Hugo Canoilas, Ingo Niermann, Bojan Šarčević, Trevor Paglen, Paul Feigelfeld, Jan Kiefer, Claudia Müller, Anna-Sophie Springer, Birgit Schneider as well as many scientist including David Gruber, Volker Sommer, Marta Moita, Marcus Coate, Alexander Tarakhovsky, Hans-Jörg Rheinberger, and more.

 

It is essential to mention that ours is a public school that only accepts 20 students per year. This allows each student to have a studio and the time and attention necessary to continuously follow their artistic development.

 

Master of Fine Arts two-year full-time program, 120 ECTS credits.
CHF 700 tuition per semester for Swiss and EU citizens.
CHF 5000 tuition per semester for students from outside the EU region. Reductions can be granted in certain cases.

 

The semester starts on September 18, 2017

 

→ Download Register Form  Master’s Degree

 

→ More information about the Master’s program here (German only)

 

→ More information about studying at the Art Institute in Basel

 

For further questions, contact us at info.kunst.hgk@fhnw.ch 

 

 

 

gif art&edu
(1) Julieta Aranda, The Organ, 2016. Photo: Brigham Baker. (2) ACT Auftakt, 2016. Photo: Christian Knörr. (3) Julieta Aranda, The Organ (detail), 2016. Photo: Brigham Baker. (4) Symposium: on Innocence, Natascha Sadr, 2015. Photo: Christian Knörr. (5) Mathilde Rosier, In Revolution, 2016. Photo: Nici Jost. (6) Mathilde Rosier, In Revolution (detail), 2016. Photo: Nici Jost. (7) Der TANK. Photo: Nici Jost. (8) Students workshop at the TANK, 2016. Photo: Nici Jost. (9) Diego Blas. 2015. Photo: Christian Knörr. (10) Kenneth Goldsmith, 2015, Photo: Christian Knörr.

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