Co-Evolution

Workshop Fotografie / Workshop Raum

 

25. November – 30. November 2015

 

 

 

Wenn eine Art sich wandelt und dieser Wandel Auswirkungen auf eine andere Art hat, dann spricht man von Koevolution. Ebenso wie die Natur, vollzieht auch die Kunst wechselseitig wirksame Entwicklungen. Der TANK ist ein ganz spezieller Ort, der Kunst in ihrem Entstehen zeigt; während des Prozesses der Interaktionen mit den jeweils verschiedenen Herangehensweisen verstehen wir, wie wir Bilder hervorbringen und wie wir, während wir dies tun, Raum erzeugen. Raum prüft dergestalt keine finanzwirtschaftlichen Qualitäten eines Standorts, sondern die gesellschaftlichen und biologischen Wechselwirkungen einer Gemeinschaft. In unserem Fall der besonderen Gemeinschaft aus Künstlern und Studierenden am Institut Kunst.

 

Aus diesem Grund zeigt Der TANK die Ergebnisse einer gemeinsamen Übung, anlässlich derer wir dem Sinn der Bilder nachgegangen sind. Wir haben darüber nachgedacht, wie einfach sich heute Bilder herstellen und konsumieren lassen und wie schwierig es andererseits geworden ist, Bildern wieder Bedeutung zu verleihen, sie weniger redundant, weniger einander ähnlich sein zu lassen. Gerade die Digitalkultur und die Sozialen Medien haben dazu beigetragen, den Wunsch nach analoger Technologie zu fördern. Sie waren für die „Rückkehr“ der alten Herstellungsweisen verantwortlich. Doch es gab auch einen unglaublich kraftvollen mimetischen Antrieb. Einen Impuls, der uns alle dazu brachte, Bilder zu schaffen, Darstellungen zu kreieren. Während dieser Zeit haben wir Bilder gemacht, Bilder gesprochen, Bilder konstruiert, Bilder gelöscht, Bilder auseinandergenommen, Bilder bearbeitet, Bilder abgebildet, Worte erfunden.

 

Und unversehens haben wir auch den Raum angesprochen. Oh! Der Raum! Wie schwierig ist es heutzutage geworden, dieses Wort überhaupt auszusprechen! Man fühlt den Raum unterbrochen, manchmal scheint er unmöglich, dann wieder gefährdet aber notwendig. Wenn man vom Raum spricht, geht es viel mehr um Möglichkeit, nicht um ein Volumen, einen Rauminhalt. Die fragile empirische Welt widersetzt sich unseren Bemühungen, all die Anstrengungen, die für das Zusammenleben am Rande des Verschwindens nötig sind, unter die unerbittlichen Akkumulationen der Spannungen, der Daten, der wirtschaftlichen Zwänge und kommerziellen Vorstellungswelten zu subsumieren.

 

Eine Woche lang werden wir im TANK die sinnliche Lust einer kollektiven Anstrengung, das Bild im Raum zu verstehen, zeigen. Künstlerische Sprachen, die immer noch den Geschmack einer Möglichkeit besitzen, um auf solche Herausforderungen in Form einer Darbietung zu antwortet.

 

 

Mit Markus Aebersold, Linus Baumeler, ManuelaCossalter, Nadine Cueni, KajaEng, Klara Frick, Gabriella Gerosa, Manuel Guldimann, Chris Handberg, Cyril Hübscher, Katharina Kemmerling, Melanie Kuratli, Ephraim Meister, Robin Michel, Laura Mietrup, Katrin Niedermeier, Rosella Puliafito, Raphael Reichert, Sebastien Rück, Njomza Sadikaj, Jennifer Scherer, Aline Stalder, Gregory Stäuble, Simone Steinegger, Desiree Nuesch, Isabelle Stettler, Andrea Wenger, Linda Wunderlin, Simon Wyss, Dario Zeo

 

Dozierende Workshop Fotografie:

Christoph Bühler, Katrin Freisager, Christian Knörr und Beat Reichlin

 

Dozierende Workshop Raum / Installation:

Patrick Doggweiler, Matthias Frey und Nicolas Kerksieck

 

 

 

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Der Tank
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